Eine Gewohnheit ändern und sein ganzes Leben verändern.

Gewohnheit ändern wir

Dass sich eine Gewohnheit ändern lässt, haben wir bereits herausgefunden. Aber das eine einzige Gewohnheit zur Veränderung des ganzen Lebens im Stande ist, klingt nach Hollywood. Nach einem „Ein Mann rettet die Welt“-Blockbuster, mit dem Unterschied, dass der Mann eine Gewohnheit und die Welt dein ganzes Leben ist. Die Geschichte von Lisa entspringt jedoch nicht der Fantasie eines hochbezahlten Drehbuchautors. Sie ist eine wahre Begebenheit, die mich bis heute motiviert.

Lisa A. war für die Wissenschaftler eine perfekte Testperson. Laut Akte war sie 34 Jahre alt. Sie fing mit 16 an zu rauchen und zu trinken und hatte eine lange Zeit ihres Lebens Probleme mit Übergewicht. Mit Mitte 20 hatte Sie über 10.000 € Schulden und ihr Lebenslauf verriet, das ihr längstes Arbeitsverhältnis kaum ein Jahr gedauert hatte.

Die Frau, die aber heute den Forschern gegenüber saß, war schlank und sportlicher als jeder andere im Raum. Tatsächlich sah sie sogar 10 Jahre jünger aus, als auf dem Foto in den Unterlagen. Der neueste Bericht zeigte, dass Lisa keine Schulden mehr hatte, nicht mehr rauchte, nicht mehr trank und seit 39 Monaten in einem Büro für Grafikdesign arbeitete.

„Was hat zu dieser krassen Veränderung geführt?“

, fragten sich die Wissenschaftler.

Um diesen Mysterium auf den Grund zu gehen, checkten sie Lisa von Kopf bis Fuß. Sie maßen ihre Hirnaktivitäten, sequenzierten bestimmte Bereiche ihrer DNA, stellten Überwachungskameras auf und beobachteten ihren Tagesablauf. Die Forschungsfrage lautete:

Wie funktionieren Gewohnheiten und wie lassen sich Gewohnheiten ändern?

Gewohnheit ändern Ägypten

Laut Lisa begann alles in Kairo. Ihr Freund hatte sie damals verlassen. Sie durchlebte eine depressive Phase, hatte Fresssuchtattacken  und litt unter Schlaflosigkeit. Um all dem Leid zu entkommen, entschloss sie sich mit dem Restgeld ihres Dispokredites nach Kairo zu reisen. Nichtsdestotrotz  erlebte sie dort einen Nervenzusammenbruch. Aus all der Verzweiflung entschied sie dann etwas in ihrem Leben zu verändern. Wenigstens etwas, was sie kontrollieren konnte. Ein Ziel worauf sie hinarbeiten konnte. So beschloss sie eine Reise durch die Wüste zu machen.

Obwohl sie kein Geld und keinerlei Erfahrungen über Wüstendurchquerungen hatte, wagte sie das Abenteuer. Sie plante die Tour ein Jahr lang und wusste, dass sie dafür Opfer bringen musste. Dazu gehörte auch das Rauchen aufzugeben.

Gewohnheit ändern: der Domino-Effekt.

11 Monate später trekkte sie klimatisiert, mit reichlich Wasser, GPS- und Funkgeräten durch die Wüste. Eine Stange Zigaretten hätten eigentlich ohne Probleme mitgeführt werden. Das wusste Lisa nicht und so verzichtete sie auch in der Vorbereitung auf die Zigaretten. Dies führte zu einer Reihe von Veränderungen, die auf alle Aspekte ihres Lebens ausstrahlen würden.

Das Rauchen ersetzte sie mit Joggen, dadurch veränderte sie ihre Ernährung, die Art und Weise wie sie arbeitete, schlief und Geld sparte. Dieser Domino-Effekt führte zu einer weiteren Reihe von Veränderungen. Sie lief einen Marathon, kaufte sich ein Haus und verlobte sich.

Gewohnheit ändern beim Joggen

Als die Forscher sich die Aufnahmen ihres Gehirns anschauten, entdeckten sie etwas bemerkenswertes. Die alten Gewohnheiten von Lisa wurden von neuen neurologischen Mustern überschrieben. Zwar waren die alten Aktivitätsmuster in ihrem Gehirn noch vorhanden, sie wurden aber von neuen Impulsen verdrängt. Lisas Gehirn hatte sich verändert.

Den Forschern zufolge waren für diese Veränderung jedoch weder die Reise nach Kairo oder die Scheidung, noch die Wüstentour verantwortlich. Entscheidend war viel mehr das Lisa sich in der Zwischenzeit konzentriert hatte zunächst nur eine Gewohnheit  in ihrem Leben zu ändern. In dem sie auf das Rauchen verzichtete, brachte sie sich bei, wie sie andere automatische Verhaltensroutinen verändern kann. Das Rauchen war eine Schlüsselgewohnheit, die Lisa Tür und Tor öffnete zu einem neuen, gesunden, erfolgreichen und glücklichen Leben.

Nicht nur auf sich selbst bezogene Gewohnheiten führen zu drastischen Veränderungen. Diese Gewohnheiten bezeichne ich sinnbildlich als Ego-Gewohnheiten. Sondern auch Eco-Gewohnheiten, Gewohnheiten, die unsere Umwelt betreffen, können unser ganzes Leben umkrempeln. Wobei sicherlich das eine mit dem anderen verbunden ist und ineinander übergeht. So wurde aus meiner bewussten Ernährung als Veganer, bewusstes Konsumieren von nicht essbaren Produkten. Ich kaufe mir nur das, was ich wirklich brauche. Defekte Gegenstände versuche ich zu reparieren oder reparieren zu lassen. Ich hab damit begonnen so gut es geht auf Plastik zu verzichten. Und ich weiß, dass auch weitere Dominosteine (Gewohnheiten) in diese Richtung fallen werden.

Gewohnheit ändern mit einem kleinen Schritt

Wichtig ist erst einmal damit anzufangen. Jetzt muss sich nicht jeder gleich vegan ernähren, oder vollständig auf Plastik verzichten. Man kann mit etwas kleinem beginnen, z.B. ein- bis zweimal in der Woche auf Fleischprodukte verzichten, oder ein einziges häufig gekauftes, in Plastik verpacktes oder aus Plastik bestehendes Produkt ersetzen mit einer plastikfreien Variante. Dass die Fleischproduktion den Klimawandel beschleunigt und Plastik ganze Ökosysteme zerstört, ist uns ja bekannt. Wieso dann nicht auf eine Kleinigkeit verzichten? Und vielleicht löst dieser kleine Akt eine ganze Reihe an Veränderungen bei euch aus?

„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunterboxen, Stufe für Stufe.“     Mark Twain

Die Reduktion des Fleischkonsums und ein plastikfreier Lebensstil sind nur Beispiele für Schlüsselgewohnheiten. Du könntest dich auch fragen, was du morgens direkt beim Aufwachen getan hast. Dein Smartphone abgecheckt oder ein paar Minuten meditiert? Als du zur Arbeit gefahren bist, hast du das Auto benutzt, die Bahn oder sogar ein Fahrrad? Als du zu Mittag gegessen hast, hast du einen Hamburger oder ein Salat verspeist? Hast du dich abends zuhause auf die Couch gepflanzt und Fernsehen geguckt oder ein Buch gelesen?

Unser ganzes Leben setzt sich aus einer Anzahl von Gewohnheiten zusammen. Und auch wenn jede Gewohnheit für sich allein relativ wenig zu bedeuten hat, haben die Gewohnheiten in der Summe enorme Auswirkungen auf unsere Gesundheit, unser psychisches Wohlbefinden und  auf die Umwelt.

Mein Tipp an dich ist, bewusst den richtigen Dominostein anzustupsen, damit die Summe der umgefallenen Dominosteine irgendwann ein schönes Bild ergeben.

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