Tue etwas unmögliches.

Glaubenssätze ändern

Irgendwo in Indien, in der glühend heißen Mittagssonne.

Ein kleines Elefantenbaby wird von seiner Mutter getrennt und verkauft. Die neuen Besitzer binden ihn an einen Pfahl im Hof.

Noch ist der kleine Riese zu schwach, um sich vom Pfahl loszureißen. Er gewöhnt sich daran.

Seine Glaubenssätze gewöhnen sich daran.

An diesem Pfahl wird er sein ganzes Leben verbringen, bis er ein ausgewachsener Elefant ist. Er wird dann so stark sein, dass er ohne Mühe den Pfahl ausreißen könnte und frei wäre.

Aber er tut es nicht. Der Elefant hat sich daran gewöhnt. Er weiß nicht, wie stark er ist. Der Pfahl ist zu seiner Normalität geworden.

Wie Glaubenssätze unser Leben lenken

So geht es vielen von uns: Wir werden sozialisiert und wachsen mit bestimmten Glaubenssätzen auf. Und während wir uns frei fühlen, bestimmen sie oft unser ganzes Leben, ohne dass uns das jemals bewusst wird.

„Mädchen sind nun mal nicht so gut in Mathe.“

Es können schon kleine Sätze wie dieser sein, die unser späteres Denken und den Glauben an uns und unsere Fähigkeiten stark prägen. Spätestens nach der Grundschule, wenn wir eingeteilt werden in „du kannst nichts“, „du kannst ein bisschen“ und „du hast Potential“, werden Weichen gestellt, die uns oft unser ganzes weiteres Leben begleiten werden. Sie lenken unser Leben, ins Negative, wie ins Positive.

Unser dreigliedriges Schulsystem beruht nicht nur auf veralteten Annahmen und wird von der UN dafür verurteilt. Dieses frühe „abstempeln“ im Kindesalter macht etwas Fatales mit unserem Denken.

Es lässt uns glauben, dass unsere Intelligenz und unsere Begabungen festgeschrieben sind, und wir nichts daran ändern können. Wenn uns eine Herausforderung zu groß scheint, haben wir Angst vor ihr, versuchen es gar nicht erst, oder geben zu schnell auf. Nützliches Feedback von anderen ignorieren wir, denn wir glauben nicht daran, dass wir uns verbessern und dazulernen können. Wir sind nun mal „zu dumm“ dafür.

„Ich bin nun mal schlecht in [Mathe], daran kann ich nichts ändern“ (Tausche das Wort in der eckigen Klammer durch jede beliebige Tätigkeit aus).

Damit haben wir die Weichen gestellt, für ein fremdbestimmtes Leben: Herzlichen Glückwunsch! In der Fachsprache wird das Fixed Mindset genannt. Und dieser Glaubenssatz hindert uns daran Erfolg im Leben zu haben.

Aber Stopp. Es geht auch anders. Diese Denkweise ist anerzogen und daher nicht festgeschrieben.

Wir sehen die Welt nicht wie sie ist, wir sehen sie wie wir sind

Ob es uns bewusst ist oder nicht, wir sehen Dinge nicht einfach wie sie sind.

Wir bewerten und interpretieren alles was wir wahrnehmen. Ständig. Die Art, wie wir Ereignisse interpretieren und dementsprechend darauf reagieren bestimmt schließlich unser Leben. Achte auf deine innere Stimme. Sie kann dein bester Freund sein, oder dein schlimmster Feind. Typisch für ein Fixed Mindset ist eine innere Stimme, die schnell bewertet. „Das bedeutet ich bin ein Loser“, „Das bedeutet ich bin besser/schlechter als die anderen“.

So mit uns selbst zu sprechen ist vor allen Dingen bei Herausforderungen schnell demotivierend. Sie vernichten uns, weil wir schnell ein absolutes Urteil fällen „Ich bin halt schlecht darin“ oder „die Welt ist halt ungerecht“. Es führt dazu, dass Menschen mit einem solchen Denken Herausforderungen eher meiden, davor Angst entwickeln, schneller aufgeben und nützliches Feedback ignorieren.

Hast du schon mal darauf geachtet wie DU mit dir selbst redest?

Ändere deine Glaubenssätze und du änderst deine Welt

Das Wichtigste vorweg: Dein Potential ist nicht festgeschrieben.

Du kannst, durch deine Art zu leben, zu denken und zu handeln besser werden in allem was du tust. Du kannst sogar intelligenter werden, oder dümmer – je nachdem.

Du kannst viel mehr als du dir zutraust.

Wir alle starten vielleicht von unterschiedlichen Ausgangspunkten, mit verschiedenen Talenten. Aber fest steht dabei nur: Du kannst in allem besser werden. Du kannst an dir arbeiten, deine Fähigkeiten entwickeln und deine Gewohnheiten ändern.

Menschen, die das wissen und verinnerlicht haben, geraten auch vor schwierige Situationen, machen Fehler und sehen Herausforderungen in ihrem Leben. ABER sie interpretieren und bewerten sie anders! Ihre innere Stimme klingt etwas anders: „Was kann ich daraus lernen?“ „Wie kann ich besser werden?“

Wie die Motivationspsychologin von der Stanford Universität Carol Dweck bewiesen hat*, können anerzogene Denkmuster geändert werden. Ein Glaubenssatz der erfolgreiche Menschen auszeichnet ist der Growth Mindset.

 

Menschen mit diesem Glaubenssatz

  • suchen Herausforderungen, weil sie wissen, dass sie daran wachsen
  • bleiben trotz Rückschlägen am Ball, weil sie diese als natürlichen Weg in ihrer Entwicklung betrachten.
  • sind überzeugt, dass sie alles Potential in sich haben, was sie brauchen, um ihre Ziele zu erreichen
  • haben Freude und Spaß am lernen
  • sind offen für Feedback und Kritik und fragen andere gerne um Rat, weil sie wissen das sie daraus oft lernen können

Allein schon das Wissen darum kann deine bisherigen Glaubenssätze aufweichen. Wenn du jemanden kennst, der das wissen sollte, teile diesen Artikel mit ihr/ihm!

Erlebe das Unmögliche

Natürlich reicht theoretisches Wissen nicht um lebenslange Gewohnheiten zu ändern.

Um dein Unterbewusstsein zu überzeugen musst du Dinge erleben. Du brauchst Erfolgserlebnisse.

Du musst nicht nur wissen, sondern fühlen und erleben, wie einfache schon einfache, tägliche Gewohnheiten dein ganzes Leben verändern können.

Umgebe dich mit Menschen, die immer wieder Dinge machen, die dir bisher „unmöglich“ erschienen. Je mehr Menschen du erlebst, die großartige Dinge bewegen, desto mehr werden sich auch deine Glaubenssätze anpassen und desto mehr wirst du dir selbst mehr zutrauen. Deswegen ist ein Umfeld, das dich inspiriert und herausfordert auch so wichtig für die eigene Entwicklung!

Wenn die fünf Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst, großartige Dinge leisten, um unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen, fühlt sich das nach einiger Zeit normal für dich an. Es erscheint möglich.

Du wirst natürlich deinen Freundeskreis nicht von einen auf den anderen Tag auswechseln können. Und das musst du auch nicht. Es gibt auch andere Wege sich regelmäßig inspirieren zu lassen. Ich lese regelmäßig Bücher von Menschen die mich inspirieren. So kannst du nicht nur ständig dein Wissen erweitern, du nimmst auch immer etwas von ihrem Mindset mit.

Scott von Live your Legend Schlägt ein konkretes Beispiel dazu vor:

Warst du schon mal bei einem Marathonlauf oder Halbmarathon? Informiere dich, was es in nächster Zeit für Sportfeste in deiner Umgebung gibt und suche bei der nächsten Gelegenheit einen Marathon als Zuschauer auf. Wenn du bisher gedacht hast, dass du niemals auch nur einen Halbmarathon laufen könntest, ist das umso effektiver.

Setz dich etwa drei Stunden nachdem das Rennen gestartet ist an die Ziellinie. Bring dir ruhig etwas Proviant mit. Nimm dir Zeit. Und nun beobachte, wie die Läufer/innen durch die Zielgrade laufen. Achte auf die Kleinigkeiten. Das Alter, ihre Form, ihren Ausdruck beim Erreichen des Ziels.

Wahrscheinlich wirst du feststellen, dass viele gar nicht durchtrainierter aussehen als du und einige sogar bedeutend älter sind.

Was unterscheidet sie von dir?

Versuche das unmögliche: Immer wieder

Nächster Schritt: Erreiche selbst etwas, was dir bisher unmöglich erschien.

Mach den Erfolg zu deiner eigenen Routine. Das muss nichts sein was die Welt bisher noch nicht gesehen hat. Es sollte jedoch für dich herausfordernd sein. Je nachdem wo du gerade stehst. Nichts etabliert ein Growth Mindset so gut, wie eigene Erfolge zu feiern und am eigenen Beispiel zu erleben, wie man besser wird.

Finde diese Woche etwas. Etwas das du noch nie geschafft hast.

Wenn du bisher noch nie weiter als zwei Kilometer gelaufen bist, dann lauf diese Woche zwei einhalb! Mach zwischendrin Pausen oder geh ein Stück. Kein Problem. Wichtig ist nur, dass du es durchziehst. Nimm etwas das du noch nie gemacht hast. Etwas wo du dir vielleicht schon Mal eingeredet hast, dass du das nicht kannst, bei dem du aber weißt, dass du es schaffen könntest, wenn es um dein Leben ginge.

Weitere Ideen könnten sein, alle zwei Wochen ein Buch zu lesen. Eine Woche lang kein Fleisch zu essen, oder einen Vortrag zu halten.

Unser Bewusstsein muss etwas wirklich erlebt haben, um zu wissen, dass es möglich ist. Wenn das passiert und je öfter es passiert, desto mehr wird sich deine Einstellung beginnen zu ändern. Erst langsam und dann immer stärker. Statt ausreden zu suchen, wirst du Gründe zum Starten finden. Mehr ausprobieren und mehr erreichen.

Stell dir vor…

Vielleicht bist du wie der Elefant vom Anfang.

Mit all deinem Potential in dir, gebunden an einschränkende Glaubenssätze.

Aber jetzt stell dir vor, auf der anderen Seite des Hofes ist ein weiterer Elefant. Angebunden an einen Pfahl versucht er sich loszureißen. Tag und Nacht zieht er an seinem Seil und hört nicht damit auf.

Erst schüttelst du den Kopf und denkst dir „Was der versucht ist doch unmöglich. Das kann niemals funktionieren.“ Aber er macht immer weiter, fällt hin, schläft vor Erschöpfung ein, wacht auf und fängt wieder an zu ziehen. Und eines Tages ist es soweit: Das Seil reißt.

Bevor er in Richtung Freiheit läuft, dreht er sich erschöpft aber glücklich zu dir um und sagt dir: „Das kannst du auch. Worauf wartest du?“

Und du realisierst, dass es nur einen kleinen Unterschied gibt, zwischen dem Elefanten der sich losgerissen hat und dem anderen, der es niemals versucht hat: Der Glaube daran, dass er es schaffen kann und der Wille es immer wieder zu versuchen.

Was würdest du tun, wenn du der kleine Elefant an der Leine wärst?

Fazit:

  • Unsere anerzogenen Glaubenssätze kontrollieren uns, oft ohne dass wir es wissen, ein Leben lang.
  • Ein wichtiger Glaubenssatz, den erfolgreiche Menschen gemeinsam haben ist der Growth Mindset:
  • Deine Fähigkeiten sind nicht festgeschrieben. Egal wo du stehst, du kannst besser werden
  • Wir können unsere Glaubenssätze allerdings ändern. Alleine schon das zu Wissen stößt einen Prozess in uns an. Darum: Teile diesen Artikel und schicke ihn an Freunde die ihn auch lesen sollten.
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2 Comments on “Tue etwas unmögliches.”

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