Wie Meditation mein Leben verändert (und mich 125.000 Euro kostete)

Meditation Erfahrungen

Ich hab’s getan.

Vor zwei Wochen entschied ich mich gegen 125.000 Euro.

Runzelst du gerade die Stirn? Lass mich erzählen: Im letzten Jahr um diese Zeit hatte ich gerade, nach über zwei Monaten Arbeit, einen Exist-Antrag für eine Gründungsförderung eingereicht.

Mit zwei guten Freunden planten wir das Internet zu verändern. Wir hatten einen Algorithmus zur Komprimierung von 3D-Räumen entwickelt, mit dem wir das Internet, um die dritte Dimension erweitern wollten.

Um auf den Punkt zu kommen: Der Antrag wurde bewilligt! (Falls du auf den Link klickst: Die im Artikel erwähnte Summe stimmt nicht ganz.)

Konkret hieße das: Finanzielle Förderung über ein Jahr, inklusive kostenlosem Büro für diesen Zeitraum. Das ist vermutlich die entspannteste Art sich selbstständig zu machen.

Nur hatte das Ganze einen Haken.

Um es vorwegzunehmen: Es lag nicht am Team. Mit Beiden bin ich immer noch sehr gut befreundet.

Es war etwas anderes.

Ich konnte dank Meditation Erfahrungen sammeln, die mich auf einen völlig neuen Weg brachten.

Wie Meditation alles änderte

Ich wusste damals noch nicht warum, aber bereits als wir im November die Zusage für die Förderung bekamen, gab es etwas was meine Freude hemmte.

Wenn ich daran dachte, machte sich eine Art Druck auf der Brust breit. Damals konnte ich ihn noch nicht wirklich deuten.

Unabhängig davon, begann ich etwa zur gleichen Zeit regelmäßig zu meditieren. Durch meine Freundin hatte ich vereinzelt schon immer mal wieder meditiert und Ende 2015 wurde es das erste Mal regelmäßiger.

Schließlich begann ich auch das neue Jahr nicht auf einer Party, sondern mit einer Meditation. Und seit diesem Jahr meditiere ich nun mehrmals die Woche und seit zwei Monaten täglich.

Ich merkte, dass es mir gut tat, aber darüber hinaus erwartete ich nicht besonders viel. Was kann ein Moment des „zur-Ruhe-kommens“ schon bewirken?

Was ist diese Meditation eigentlich?

Im Kern ist Meditation ein mentales Training.

Sie ist ähnlich wie Sport, nur dass Sport in erster Linie den Körper trainiert. Wie es unzählige Sportarten gibt, gibt es auch verschiedene Meditationsformen.

Tatsächlich gibt es beeindruckende Studien, die zeigen, wie regelmäßige Meditation unsere Gehirnstruktur verändert, die Selbstheilungskraft des Körpers aktiviert und so die Heilung verschiedener Krankheiten um ein vielfaches beschleunigen kann und noch vieles mehr.

In unserem kostenlosen eBook „Der Wandel liegt in Dir“ gehen wir da näher drauf ein.

Aber darum soll es heute noch nicht gehen. Heute möchte ich dir eher von meinen persönlichen, nicht geplanten, Nebenwirkungen der Meditationspraxis schreiben.

Davon wie Meditation mich zu mir selbst und meiner Vision, mich für diese Welt einzusetzen, zurückbrachte. Und davon was für coole (ungeplante) Nebeneffekte sie sonst noch für mich bereithielt.

Meditation: Erfahrungen und (ungeplante) Nebeneffekte

1. Weniger Schlaf

Ich war mein gesamtes Leben lang ein passionierter Langschläfer. Nachdem der Wecker klingelte stand ich in der Regel nur widerwillig auf. Aber nur wenige Wochen nachdem ich Meditation in meine Morgenroutine eingebaut hatte, wurde ich automatisch früher wach und freute mich, voller Energie, auf den Tag. Oft schon eine Stunde bevor der Wecker geklingelt hätte – nach ca. 7 Stunden Schlaf.

2. Achtsamkeit

Jon Kabat-Zin sagt „Der jetzige Moment ist das einzige, was du jemals besitzen wirst.“
Aber wann sind wir schon wirklich da? So oft sind wir in unseren Gedanken irgendwo in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Dabei verpassen wir den wichtigsten Moment in unserem Leben:

Es ist wissenschaftlich belegt, dass unser Wohlbefinden stark davon abhängt, wie aufmerksam wir uns unseren Aufgaben widmen. In unserer Welt sind wir quasi dauerabgelenkt. Durch die Meditation habe ich gelernt wieder den Moment zu schätzen, Aufmerksamkeit zu üben. Und voll präsent zu sein, bei dem was ich tue.

Und das  macht spürbar glücklicher.

3. Mehr Konzentration

Vor kurzem saß ich mit Paul an einem neuen Projekt, das wir gerade planen. Wir hatten gerade die Aufgaben eingeteilt. Während Paul kurz in seine Küche ging, fing ich an die ersten Gedanken zu meinem Teil auszuformulieren. Als er wiederkam war ich schon tief im Schreibfluss. Mir fiel das gar nicht so besonders auf, bis er mich irgendwann fragte: „Wie machst du das, dass du so schnell im ‚Flow‘ bist und alles einfach runterschreibst?“
Und in der Tat kann ich mittlerweile deutlich länger und konzentrierter arbeiten. Durch die Meditation habe ich gelernt mich nicht so schnell von Gedanken, die kommen und gehen, ablenken zu lassen.

4. Besserer Umgang mit anderen Menschen

Die tägliche Übung, einfach den Moment wahrzunehmen und präsent zu sein, wirkt sich stark auf die Qualität der Gespräche aus, die ich führe.
Mir wurde schon gesagt, dass ich viel besser zuhöre und einfühlsamer und aktiver auf mein Gegenüber reagiere. Ich selber merke, dass ich Gespräche mit anderen Menschen mehr genießen kann als früher.

5. Geduld

Bei der Meditation geht es nicht um schnelle Ergebnisse oder um Leistung. Es geht darum im Moment präsent zu sein. Und dabei zum Beispiel den eigenen Atem wahrzunehmen, ohne sich von den eigenen Gedanken ablenken zu lassen. Wenn das doch passiert (und das tut es in jedem Fall), kannst du sie einfach freundlich loslassen und zu deinem Atem zurückkommen. Dieses Abschweifen und zurückkommen ist das mentale Training. Diese „Übung“ einfach hier zu sein, ohne etwas erreichen zu wollen macht uns geduldiger. Dadurch stellt sich eine entspannte Leichtigkeit ein.

6. Besserer Zugang zu meinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen

Meditation hat mich wieder mehr zu mir selbst zurückgebracht. – In einen tieferen Kontakt mit meinen eigenen Bedürfnissen und Träumen. Der Gedanke selbstständig sein zu wollen kam ursprünglich aus der Idee heraus einer Tätigkeit nachzugehen, in der ich meine Werte voll und ganz entfalten und mich für einen positiven Wandel auf dieser Erde einsetzen kann. Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen. Deswegen hatte ich erst Energie- und Umweltmanagement studiert, jetzt Sustainability Management und SpiegelDich mit Paul gegründet.
Die stark technologische Gründung hatte diesen Kern außer Augen verloren. Ich spürte das noch irgendwo. Und zum Glück ist mir auch noch rechtzeitig wieder bewusst geworden.

7. Mut

Ein Studie muss ich doch reinbringen. Denn dieser Effekt hat vermutlich meine Entscheidung mich voll und ganz der Verwirklichung meiner Vision zu verschreiben stark beeinflusst. Es gibt eine Region im Gehirn die unsere Ängste steuert. Sie wird auch Amygdala genannt.
Dieses „Angstzentrum“ im Gehirn wird durch regelmäßige Meditation verkleinert. Das half mir, mich nicht mehr von meinen Ängsten leiten zu lassen. Sondern meinem Herzen zu folgen.

8. Sinngebung

Meditation bringt uns in einen tieferen Kontakt mit unserer Mitwelt. Wir fühlen uns verbundener. Zum einen macht das messbar glücklicher. Zum anderen hat das bei mir auch den Wunsch weiter verstärkt, auch mit meiner Arbeit etwas bedeutungsvolles für mich und diese Welt zu tun.

9. Bessere Entscheidungen

Durch die Meditation habe ich gelernt, meine Gedanken und Gefühle wahrzunehmen, ohne gleich von ihnen eingenommen zu sein. Diese Fähigkeit zu „beobachten“, ist so etwas wie ein Pauseknopf zwischen dem, was in mir vorgeht und meiner Reaktion.

Das ist bei Entscheidungen sehr mächtig. Oft urteilen wir direkt, wenn wir etwas sehen. – Spielen bei Entscheidungen automatisierte Programme ab und merken gar nicht warum wir eigentlich etwas bestimmtes wollen.

Meditation hilft dabei einen Überblick und gesunden Abstand zu diesen automatisierten Gedankengängen im Innern zu gewinnen. Dieser „Pauseknopf“, dieses bewusste Wahrnehmen was eigentlich in mir vorgeht, ist die Basis für bessere und selbstbestimmte Entscheidungen.

Und damit kommen wir zur…

Entscheidung

Es gibt da noch etwas was passierte. Nach einiger Zeit merkte ich immer deutlicher, was mit der Gründungsidee nicht stimmte: Mein Herz schlug nicht dafür.

Schließlich waren es vor allem die letzten vier Punkte, durch die ich es mir eingestehen konnte  und einen für mich sehr großen Schritt wagte: Mich auf mein Ziel zu besinnen und einen neuen Weg einzuschlagen.

„Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.“ – Friedrich Nietzsche

Auch wenn ich heute eine sehr persönliche Geschichte mit dir geteilt habe, geht es dabei nicht um mich. Vielmehr möchte ich auch dich dazu ermutigen deinem Herzen zu folgen und die Dinge zu tun, die für dich und diese Welt Bedeutung haben.

Wie viel anders könnte diese Welt aussehen, wenn wir alle unsere Zeit und Energie dazu nutzen könnten unsere Talente und unser Potential zu entfalten und einer Arbeit nachzugehen, die uns wirklich erfüllt und Bedeutung hat? Ich bin davon überzeugt, dass sie ein schönerer Ort wäre.

Außerdem geht es um die Macht unserer täglichen Gewohnheiten. Oft unterschätzen wir dieses Potential, weil es uns zu banal vorkommt. Dabei habe ich noch nie eine Übung kennengelernt, die sich für mich als so „mächtig“ entpuppt hat.

Meditation ist ein wichtiger Baustein für den Wandel in uns und in der Gesellschaft.

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5 Comments on “Wie Meditation mein Leben verändert (und mich 125.000 Euro kostete)”

  1. Lieber Carlos,

    ich freue mich, dass ich hier mehr über dich erfahren durfte. Ich begleite SpiegelDich seit langem und am Anfang war alles sehr anonym. Nur Pauls Kontaktdaten im Impressum ließen mich damals ahnen, dass hinter SpiegelDich „echte Menschen“ stehen.

    Ich glaube wirklich, dass eigene Geschichten wie diese das Stärkste sind, was ihr hier bringen könnt. Das Thema Gründertum geht ja gut im Netz, aber es geht immer nur um Geld – du hast deinen Idealismus und dein Herz siegen lassen. Das wäre für mich ein noch interessanterer Artikel, warum du dich gegen diese Technologie-Gründung und für SpiegelDich (?) entschieden hast, und wie das (und dein Tag) genau aussieht. Denn damit wärst du ein greifbares Vorbild für Idealismus und die Begeisterung, etwas zu gründen, woran du glaubst. In einer Welt, in der es alle für Geld machen, ist das eine beachtenswerte und klickbare Story.

    Ich fände es darum auch sehr interessant zu erfahren, was passieren würde, wenn ihr euer eBook von der Du- in die Ich-Perspektive brächtet. Du weißt ja, wie ich zu Du-Botschaften stehe. Vielleicht könntet ihr mal Splittests mit euren Bannern machen, und die Klickzahlen vergleichen?

    Alles Liebe
    Manuel

    1. Lieber Manuel,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und die vielen bereichernden Vorschläge.

      Du hast recht, am Anfang haben wir uns als Personen komplett raus gehalten, aber wie du merkst ändert sich das langsam. 🙂 Und so wie wir uns entwickeln, passen sich auch unsere Themen an. Du bringst wirklich ein paar interessante Artikelvorschläge, da wird sicherlich noch etwas in diese Richtung kommen.

      Hast du das eBook denn gelesen? Bei den Bannern hast du natürlich recht. Hier machen Splitttests immer Sinn. Wenn wir deinen Vorschlag mal ausgetestet haben, sag ich dir gerne bescheid.

      Alles Liebe
      Carlos

      1. Lieber Carlos,

        gerne! Euer eBook hat mich bisher nicht angesprochen – wegen der Du-Perspektive. Ich bin chronisch von mir selbst überzeugt, dass ich sowieso alles schon perfekt mache und der Wandel in Person bin ^^ Aaaber… wenn mich da eine hinreißende Story erwarten würde, dann hätte ich womöglich Lust, mehr zu erfahren!

        Alles Liebe
        Manuel

        1. Du weißt gar nicht, was dich da drin für eine Perspektive erwartet. 🙂 Dass dich die Art wie wir es hier präsentieren nicht anspricht ist ok. Man kann nicht jeden erreichen. Wichtig ist, dass die Conversionrate insgesamt stimmt und wir generell an dem Look arbeiten. Und das tun wir. 🙂
          Zu dem „Chronisch überzeugt, dass ich sowieso schon alles perfekt mache“ kommt ein Artikel sehr zeitnah. Kann ich dir empfehlen :p

  2. Ich habe diesen Artikel auf meine Web verlinkt, weil er so unglaublich wichtig für viele Menschen “ da draußen“ ist!

    Liebe Grüße
    Sabine

    beziehungskisten-sabineweiler.de

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