Warum ich SelbstLiebe, und allen davon erzähle

Selbstliebe

Gastartikel von Manuel Fritsch von Move Meta – Bewegung für SelbstLiebe.

Ich bin Manuel und hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber – ich liebe mein Leben.

Und das nicht nur so ein bisschen. Wenn ich abends ins Bett gehe, freue ich mich auf morgen! Meine Arbeit macht mir mehr Freude, als Spaß zu haben: Ich kenne jetzt meine Berufung und weiß, was ich zu geben habe. Meine Beziehungen sind erfüllter denn je: Ich habe aufregende, anmutige Menschen in meinem Leben. Ich bin so glücklich wie nie: Ich kann mich heute gut fühlen, weil ich es will. Sogar Sex habe ich – davon habe ich lange Zeit nur geträumt.

Und das Beste: Für dieses Glück brauche ich fast nichts.

Weder SUV noch Ferienflüge, um mein Leben hinter mir zu lassen. Weder steile Karriere noch dickes Konto, um allen zu zeigen, dass ich was wert bin. Weder pralle Muskeln noch perfektes Aussehen, um das schwarze Loch in mir zu verbergen. All das brauche ich nicht, und bin darum nachhaltiger denn je – während ich früher konsumieren musste, um mein Unglück zu vergessen. Egal, ob ich damit die Erde zerstört habe. Ich will dir zeigen, wie ich das geschafft habe. Denn ich finde: Auch du hast verdient, dein Leben so zu lieben.

Vom Fühlen hatte ich keine Ahnung. Bis ich beschloss, das zu ändern.

Mein gesamtes Studium hindurch bin ich morgens mit Bauchschmerzen aufgewacht. Dazu kam sogleich ein mysteriöser, einstündiger Schnupfen – zu jeder Jahreszeit, wo auch immer ich war. In meiner Familie kannte man mich als emotionalen Trampel; überall draußen war ich notorischer Außenseiter. Vor hübschen Frauen hatte ich dermaßen viel Angst, dass ich keine einzige jemals anzusprechen wagte.

Gleichzeitig war ich einsam: Meine erste Freundin hatte ich nach dem Abitur. In drei Monaten machte sie dreimal Schluss. Jedes Mal zerbrach mein Herz.

Dann kam ein Tag im Juni 2011. An diesem Tag traf ich die Entscheidung, meine größte Sehnsucht zu erfüllen: Zu lernen, wie ich meine Ansprechangst loswerde, und Frauen für mich gewinne. Allerdings: Von Gefühlen und Liebe hatte ich nicht die geringste Ahnung. Das war ja nun genau das Problem! Und so beschloss ich, ganz vorne anzufangen:

Wie mache ich, dass andere sich mit mir gut fühlen, und ich mich mit ihnen im selben Moment?

Mit dieser Frage begann das größte Abenteuer meines Lebens. Ich lernte, wie Gefühle funktionieren, und wie sich andere mit mir gut fühlen. So wurde ich plötzlich viel attraktiver! Doch das war nur der Anfang. Ich fand sogar noch mehr, als ich mir heimlich gewünscht hatte. Ich gewann sogar, wovon ich gar nicht wusste, wie sehr es mir gefehlt hatte: Zum Beispiel gute Beziehungen zu meinen Eltern, echte Freundschaften (worin ich Liebe spüre), eine bessere Gesundheit und Glaube an mich selbst. Seitdem gehöre ich zu den Superreichen – bei dem, was wirklich zählt.

Ich liebe mein Leben, denn „ich bin gut, so wie ich bin“.

Was mich so dermaßen durch die Decke katapultiert hat, ist einfach. Es ist so einfach, dass die meisten nie darauf kommen. Es ist sogar so einfach, dass viele es noch nicht einmal denken dürfen – weil sonst ihre ganze Welt zusammenbricht. Es ist ein einziger, simpler Satz:

„Ich bin gut, so wie ich bin.“

Bis ich 27 war, wäre dieser Satz aus meinem Munde die reinste Lüge gewesen. Früher war ich eben nicht okay, so wie ich war. Ich musste morgens viel zu früh aufstehen, was ich hasste, um zur Schule zu gehen, die ich hasste, um von Mitschülern gemobbt zu werden, die ich hasste. Ich musste an der Uni für irgendwelche Fächer lernen, die ich hasste, um dann meine Diplomarbeit schreiben zu dürfen, was ich noch mehr hasste, um mit meinem Abschluss einen Job zu suchen, von dem ich sicher war, dass er mich nach kurzer Zeit ankotzen würde. Alles nur, um damit Geld zu verdienen, um damit Zeug zu kaufen, um damit am Ende zu vergessen, wie sehr ich mein Leben hasste.

Als ich mit dem Studium fertig war, fand ich jedoch, dass man mich nun lange genug verarscht hatte. 20 Jahre Illusion waren genug. Nach Schule und Studium wollte ich mir kein drittes Mal eine goldene Zukunft vorgaukeln lassen – bloß, um mit 50 aufzuwachen und mein Leben weggeschmissen zu haben. So beschloss ich, mein Leben neu zu starten. Und zwar mit einem radikalen „Ich bin gut, so wie ich bin“. Ich wollte meiner Freude zu folgen, frei von Druck und Zwängen – um zu entdecken, was mir überhaupt Freude macht, und wie ich anderen damit helfen kann. Denn ein glückliches Leben besteht ganz einfach aus vielen glücklichen Tagen. Und die würde ich haben, punktum.

Das Geheimnis meines Glücks: SelbstLiebe.

Die Entscheidung „Ich bin gut, so wie ich bin“ war die schwerste meines Lebens. Was ich dank ihr lernen durfte, hat einen Namen: Selbstliebe. Oder, wie ich ihn schreibe: SelbstLiebe. Denn bei diesem Wort geht es um mehr, als *mich* selbst zu lieben. Es geht darum, überhaupt *selbst* zu *lieben*. Liebe ist nämlich, tadaaa, eine Tätigkeit!

Leider lernen die meisten Menschen niemals, selbst zu lieben. Stattdessen warten sie darauf, endlich so sehr geliebt zu werden, dass sie für immer glücklich sind. Doch diesen Anspruch kann keiner erfüllen: Liebe muss aus uns selber kommen. Doch das wissen viele nicht. So werden sie von ihrem Partner enttäuscht – und enttäuschen sich in Wahrheit selbst. Nur, um sich mit dem nächsten Partner erneut zu täuschen. Bis zur nächsten Ent-Täuschung. Und immer so weiter. Viele kommen niemals dahin, wahrhaft zu lieben: sich selbst zu lieben, und alle anderen zugleich.

Ich war früher auch so. Und was habe ich nicht alles versucht, um endlich glücklich zu werden, bevor ich bereit war, es mal mit Güte, Herzlichkeit und Liebe zu versuchen! Geld, Leistung, Sport, eine Freundin, Leistung, Engagements, Ziele, Leistung… und natürlich Konsum: Filme, Essen, Musik, Pornos. Doch immer blieb in mir dieses schwarze Loch.

Schließlich dachte ich mir: Mir geht es so scheiße – alles, was mir jetzt noch helfen kann, ist das absolute reine Gute. Das, was der Mensch „Liebe“ nennt. Und darum wollte ich wissen, wie man Liebe bekommt. Nur deshalb wollte ich das mit den Gefühlen überhaupt lernen. Doch zu meiner Überraschung hieß Liebe mehr, als geliebt zu werden. Liebe ist eine Tätigkeit. Lieben heißt, zu geben – bedingungslos. Allen. Den Büchern von Erich Fromm verdanke ich diese Einsicht. Als ich das nach zwei Jahren Gefühlsabenteuern endlich begriffen hatte, wurde alles plötzlich ganz einfach.

Seit ich selbst liebe, bin ich von selber nachhaltig.

Mittlerweile habe ich mir ein Leben gebaut, in dem ich gut bin, wie ich bin – und zugleich so viel geben kann, wie ich kann. Von Druck und Zwang habe ich mich dagegen weitestgehend befreit. Nicht mehr Leistung, sondern Liebe ist jetzt mein oberstes Ideal. Liebe steht über allem. Klar könnte ich das ändern, und wieder Geld, Ziele oder sonst irgendwas über alles andere stellen. Aber dann ginge das schwarze Loch wieder auf. Und darauf hab ich keine Lust.

SelbstLiebe macht aber nicht nur mich selber glücklich. Je mehr ich mein Leben liebe, je mehr ich zu *geben* habe, desto weniger muss ich *haben*. So mache ich auf der einen Seite die Welt reicher, während ich auf der anderen Seite für mein Glück weniger brauche.

Seit ich mein Leben liebe, schütze ich darum ganz von alleine den Planeten. Bis dahin war dieser Nachhaltigkeitsmist einfach an mir abgeperlt. Nie im Leben hätte ich weniger konsumiert, bloß um die Scheiß-Erde zu retten – fickt euch doch! Es wäre nie gelungen, mir mit der Moralkeule eins überzuziehen und Nachhaltigkeit als Ziel einzuprügeln: Kauf das nicht, du machst die Erde kaputt, sei nachhaltig! Erst, seit ich *geben* kann, brauche ich nicht mehr so viel zu *haben*. Erst, seit ich mein Glück selber machen kann, muss ich dafür nicht mehr einkaufen oder wegfliegen. (Das ist die Wahrheit, vor der in der Ökoszene immer davongelaufen wird. Am Ende zählt, was die besten Gefühle bringt.)

Egoismus? Ich sage immer, ich bin der größte Egoist der Welt: Ich will mein Glück, und das aller anderen auch. Die ganze Welt gewinnt mit meiner SelbstLiebe, und ich selber liebe dafür mein Leben. Also: Ich gewinne, und alle anderen auch.

Ich liebe mein Leben. Und das kannst du auch.

Die Entscheidung für „Ich bin gut, so wie ich bin“ hat mich radikal verändert. Mein Leben reguliert sich jetzt selbst, einfach über Gefühle: Ich tue, was mir Freude macht, und spare mir, was sich schlecht anfühlt. Heute brauche ich weder Wecker noch To-Do-Listen, um ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu sein. Ich bin gut, so wie ich bin!

Und ich zeige allen, wie ich das geschafft habe. Meinen Weg zur SelbstLiebe – denn jeder will ein geiles Leben. Erst recht, wenn andere schon „am Ziel“ sind. Ich will Menschen anstiften, sich auf diesen Weg zu machen – denn je schneller wir lieben lernen, umso besser geht es allen. Und umso eher gibt es die Menschheit in hundert Jahren noch. So als netter Nebeneffekt.

Bildquelle: „Guste & Robertas II” by Modestas Jonauskas is licensed under CC BY-SA 2.0.

 

Selbstliebe Manuel Fritsch Über den Autor

Manuel Fritsch hatte immer schon Flausen im Kopf. Als junger Mann wollte er einfach bloß Sex. Heute hat er ihn, und so manches mehr. Wie genau ihm das gelungen ist, erzählt er bei Move Meta – Bewegung für SelbstLiebe.

in Kürze in limitierter Auflage erhältlich

Happynizer: Dein Wandkalender 2018

  • Glück als Basis: Nachhaltige & ökologische Konzeptionierung (100 % recycling Papier, klimaneutrale Produktion, bio Farben...) 
  • Glück an der Wand: Inspirierende Spruch-Bilder für jeden Monat
  • Glück stärken: wirkungsvolle Übungen und inspirierende Geschichten für ein glückliches und bewusstes Leben.
ICH MÖCHTE MEHR ERFAHREN

One Comment on “Warum ich SelbstLiebe, und allen davon erzähle”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.