„Ich bin dann mal vegan“ WTF?! – Meine erste Diskussion mit einem Veganer

Vegan sein? - Meine erste Diskussion mit einem Veganer

„Ich habe entschieden mich vegan zu ernähren. Ich habe ja schon kein Fleisch gegessen, damit keine Tiere für mich sterben müssen. Da ist es nur konsequent auch keine Milchprodukte und keine Eier mehr zu konsumieren.“

Vegan?! Es ist viereinhalb Jahre her, dass mich diese Schocknachricht erreichte.

Can hatte gerade erst vor ein paar Monaten begonnen sich vegetarisch zu ernähren. Da schrieb er mir aus heiterem Himmel so etwas.

Mein Gesichtsausdruck als ich das las, sah vermutlich in etwa so aus:

Vegan essen - WTF?

 

Und das sollte erst einmal mein Grundzustand zu diesem Thema bleiben.

Für eine längere Zeit.

Wenn Veganer uns ihr Weltbild aufdrängen wollen

Ich kann mich noch gut an das Gefühl erinnern.

Auf eine seltsame Weise fühlte ich mich unwohl, als ich diese SMS von Can las.

Irgendwie schien ich mich bereits durch das Wissen, dass er begonnen hatte sich vegan zu ernähren, herausgefordert zu fühlen. Wollte er mir seine vegane Lebensweise jetzt aufdrängen? Dabei ist es doch selbstverständlich, dass wir guten Freunden mitteilen, wenn sich etwas in unserem Leben ändert. Gerade wenn es etwas ist, was wirklich unseren Alltag verändert.

Hätte er geschrieben „Hey, ich hab eine neue Freundin.“ Oder „Hey ich habe einen neuen Job“ – ich hätte mich definitiv für ihn gefreut!

Aber nein, Can musste wieder etwas tun, was kein Mensch nachvollziehen kann und ausgerechnet anfangen sich vegan zu ernähren. Und aus irgendeinem Grund mochte ich das nicht.

Zu dieser Zeit las ich regelmäßig einen Newsletter zum Thema Muskelaufbau und Ernährung. Da hatte ich gelernt wie wichtig viele Proteine aus Putenbrust, Magerquark und Eiern für eine gesunde Ernährung, Muskelaufbau und Fettabbau waren. Vegan – passte da so gar nicht rein.

Der Typ, der da schrieb schien mir schon kompetent und authentisch zu sein. Und ich hatte vor, mich von der Ernährung mehr nach seinen Tipps auszurichten.

Und dann kam Can daher und ging vollkommen in die entgegengesetzte Richtung. Scheinbar ohne wirklich Ahnung von Ernährung zu haben.

Somit hatten wir sie geschaffen: Die perfekte Ausgangsbasis um über Ernährung zu diskutieren.

Meine erste Live-Diskussion mit einem Veganer

Ich weiß nicht ob Can darauf eingestellt war.

Er hatte schon in seiner Familie gemerkt, dass er mit seiner veganen Lebensweise Irritationen, Kommentare und Diskussionen magisch anzog.

Aber dann war es soweit. Ich besuchte ihn. Mein erstes Treffen mit einem Veganer.

Es dauerte nicht besonders lange und ich begann ihm Fragen zu stellen. Wie er darauf kam. Wo er jetzt seine Proteine herbekam. Ob er nicht wisse, dass das wahrscheinlich sehr ungesund sei, wegen all der Nährstoffe in der Milch.

Ich wollte ihn irgendwie aufklären. Und wieder auf den „richtigen“ Weg zurück bringen. Denn ich hatte ja einiges in meinem Ernährungsnewsletter gelesen und gelernt.

Seine Antworten auf meine Fragen überzeugten mich nicht wirklich. Heute denke ich, dass er vermutlich auch überfordert damit war und nicht darauf vorbereitet, so diskutieren zu müssen. Aber genauso wie er meine Argumente abwies, wollte ich auch nichts von dem was er sagte an mich ranlassen. Im schlimmsten Fall hätte das ja meine eigenen Gewohnheiten und meine Identität bedroht. Denn ich liebte Fleisch.

Und als ich am Abend nach Hause fuhr, fühlten wir beide uns wahrscheinlich noch weniger verstanden als zuvor. Kann es noch schlimmer kommen?

Tatsächlich. Wenige Monate später zogen wir beide nach Essen, um dort ein Master-Studium zu beginnen. Als gute Freunde, mit kleinem Budget, gründeten wir natürlich eine Wohngemeinschaft.

Ich zog mit einem Veganer zusammen.

Wie ich mich traute, das Thema mit Offenheit zu betrachten

Ich kann mich noch daran erinnern, wie ein gemeinsamer Freund mich warnte.

„Carlos, lass dich nicht von Can beeinflussen. Wenn er sich vegan ernähren will, soll er das machen. Aber lass dich da nicht bequatschen.“

Wenn ich heute daran zurückdenke muss ich sogar etwas lachen. Aber vorerst nahm ich den bestärkenden Ratschlag dankend an.

Trotz allem blieb aber etwas nicht aus.

Ich begann mich für das Thema zu interessieren. Immerhin war ich jeden Tag aufs Neue wieder damit konfrontiert. Wenn wir zusammen kochten und aßen. Zwar briet ich mir oft noch mein Fleisch in einer separaten Pfanne an. Aber hin und wieder aß ich auch rein Veganes mit. Manchmal schmeckte es, manchmal nicht. Das lag zugegebenermaßen aber wahrscheinlich in erster Linie an unseren noch nicht so ausgeprägten Kochkünsten.

Und langsam begann ich meine vorgefertigte „Expertenmeinung“ aufzugeben und das Thema mit einem offenen Anfängergeist zu betrachten.

Ich begann mich mehr auf eigene Faust damit zu beschäftigen. Am Anfang hoffte ich noch, durch Studien und Fakten Can zu beweisen, dass vegan doch nicht so gesund war.

Stattdessen stieß ich von Studie zu Studie auf Dinge, die mich beunruhigten.

Ich möchte heute aber nicht viel über die Milliarden von Tieren, die jährlich in der Massentierhaltung geschlachtet werden schreiben. Auch nicht darüber, was dieser massenhafte Konsum an tierischen Produkte für Auswirkungen auf unseren Planeten hat und wie er den Klimawandel mit beeinflusst.

Aber was ist mit der Gesundheit?

Damals zumindest standen für mich die Gesundheits- und Proteinfragen im Vordergrund.

Und ich fand verschiedene Studien dazu. Die renommierte Harvard University konnte in einer großen Feldstudie über mehrere Jahre und mit über 100.000 Teilnehmern nachweisen, dass bei täglichem Fleischkonsum das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs zu sterben, sich signifikant erhöht. Andere Studien legen ähnliche negative Auswirkungen bei übermäßigem Konsum von Milchprodukten nahe.

Dann stieß ich auf ein Postitionspapier der ADA, der größten Organisation von Ernährungswissenschaftlern der Welt. Sie schrieben, dass eine ausgewogene pflanzliche Ernährung gesund und vollwertig sei, sowie gesundheitliche Vorteile in der Vorbeugung und der Behandlung von bestimmten Krankheiten bieten kann.

Wenn die Wissenschaft so viele Erkenntnisse in diese Richtung hatte, warum erzählten mir dann so viele „Experten“, dass ich viel Fleisch essen muss um Muskeln aufzubauen und Fett zu verbrennen? Heute weiß ich, dass es Jahre dauert, bis neue wissenschaftliche Erkenntnisse in allgemeine Ernährungsempfehlungen eingebunden werden.

Aber wo waren die veganen Athleten?

Und dann begann ich vegane Leistungssportler zu entdecken, die in ihren Disziplinen beachtliche Erfolge erzielten. Da war zum Beispiel der Ultramarathonläufer Brandon Brazier, die Calisthenics-Legende Frank Medrano.

Und dann war da Patrik, der mit über 500 kg auf dem Rücken durch die Gegend lief. Scheinbar hinderte ihn seine pflanzliche „Mangelernährung“ nicht daran Weltrekorde im Gewichtheben zu brechen.

„Die stärksten Tiere sind Pflanzenfresser: Gorillas, Büffel, Elefanten –  und ich.“ – Patrik Baboumian.

Das stellte meine vorgefertigte Meinung stark in Frage. War es nicht an der Zeit einiges zu hinterfragen?

Wie ich Teil des Wandels wurde (Nein, Vegan wollte ich trotzdem nicht werden)

Trotz allem stand für mich damals fest: Ich wollte kein Veganer werden.

Das hielt mich erstmal in einer Art Schockstarre. Ich empfand vieles als sinnvoll, wollte mich aber nicht ändern. An irgendeinem Punkt legte sich dann ein Schalter um.

Ich begriff, dass ich Teil des Wandels werden konnte. Selbst wenn ich Fleisch mochte.

Ich begriff wie wertvoll es bereits war, wenn ich den Konsum tierischer Lebensmittel einfach nur bewusst reduzierte.

Und genau das nahm ich mir vor. Für die Umwelt, für die Tiere und für meine Gesundheit.

Jedoch musste ich genügend leckere Alternativen kennen um das dauerhaft durchziehen zu können.

Da Can sich zwar vegan ernährte, aber kein Gourmetkoch war, fasste ich also einen Entschluss: Ich kaufte mir ein veganes Kochbuch. Und nahm mir vor, mich 30 Tage lang vegan zu ernähren. Ich erzählte direkt ein paar Freunden davon, um mich selbst stärker zu verpflichten, dass auch wirklich durchzuziehen.

Und das war definitiv eine der besten Entscheidungen meines Lebens. In nur 30 Tagen probierte ich so viel Neues aus, wie nie zuvor.

Der Supermarkt wurde zu einem Abenteuerspielplatz, und die Küche war mein Sandkasten.

Klar kaufte ich immer noch Gemüse und Obst, Reis, Kartoffeln und Nudeln, und bei Fertigprodukten entdeckte ich die Zutatenlisten und legte sie oft erschrocken wieder weg.

Ich lernte völlig neue Geschmackswelten kennen. Und kulinarische Dinge, die ich mir vorher nie erträumt hätte. Z.B. testete ich auch mal eine Pizza mit einem Nussboden oder Muffins auf Kidneybohnen-Basis. Es eröffnete sich mir die geschmackliche Bandbreite an Pflanzenmilch-Alternativen.

Durch das gesunde Kochen machte ich beim Sport schnellere Fortschritte als bisher. Ein paar Monate später gewann ich sogar eine Sixpack-Challenge mit zwei Freunden, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich lernte, dass es so viele Gerichte gibt, bei denen wir nur durch kleine Änderungen, die man im Geschmack nicht mal merkt, Tierleid reduzieren können und etwas Gutes für unseren Planeten tun. Diese eine Entscheidung öffnete mir auf so vielen Ebenen die Augen.

Ich lernte meine Stadt aus einem neuen Blickwinkel kennen, informierte mich im Internet und probierte Cafés und Restaurants mit veganem Angebot aus. Was wirklich cool war: Jedes einzelne war ein Original.

Zuletzt lernte ich auch vielen Freunde aus einer neuen Perspektive kennen. Viele Reaktionen erinnerten mich an meinen Gesichtsausdruck zu Beginn des Artikels.

Vorher hatte ich zwar bereits logisch begriffen, dass es sinnvoll wäre, den Konsum der tierischen Produkte zu minimieren. Jetzt erlebte ich, dass ein Wandel dahin Spaß machen konnte und sich gut anfühlte. Auch die Emotionen wollten jetzt den Wandel.

Die Hürde im Kopf

Ich habe danach oft darüber nachgedacht.

Was hatte mich so lange davon abgehalten mich dem Thema zu öffnen?

Zu Beginn hatte ich das Gefühl meine Identität aufgeben zu müssen. Jemand anders werden zu müssen, um Teil des Wandels zu sein – „ein Vegetarier“, „ein Veganer“. Der Gedanke nie wieder Fleisch essen zu können, schreckte mich ab.

Ich wollte nicht vegan sein. Heute weiß ich, dass es darum gar nicht geht. Es geht nicht darum, von einem Tag auf den anderen sein ganzes Leben zu verändern. Selbst wenn man Fleisch mag, kann man beginnen den Konsum aktiv zu reduzieren.

Es geht darum, dass wir uns darin üben, unseren Konsum leidfreier zu gestalten. Das ist ein Prozess. Und jede Mahlzeit, kann einen kleinen aber wichtigen Unterschied hin zu einer ethischeren Welt machen. Wandel ist ein Prozess, kein Event. Als ich das begriff änderte sich alles.

Wir alle starten von unterschiedlichen Gewohnheiten und Konsumverhalten aus. Aber wo auch immer wir stehen, können wir beginnen einen Beitrag zu leisten. Wie weit und schnell wir gehen, das kann und muss jeder für sich selbst entscheiden. Reduzieren und so aktiv zum Wandel beitragen – das kann jeder!

Ob wir jetzt mit drei veganen Mahlzeiten die Woche starten, oder nur noch an drei festgelegten Tagen die Woche Fleisch essen oder das verschiedenerPflanzenmilchsorten für Kaffee und Müsli durchtesten. Ist gar nicht so wichtig.

Wie wir mit dem Wandel beginnen: 1.000 Leben

Wichtig ist, dass wir beginnen. Aber wie machen wir das am besten, damit unser Aufwand am geringsten ist? Ich fing damals mit einem Kochbuch an und nahm mir vor, 30 Tage lang jeden Tag eine pflanzliche Mahlzeit zu probieren.

Mittlerweile gibt es alle Informationen im Internet. Zum Beispiel bei der Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt.

Und heute bin ich froh, dass ich etwas bekanntgeben kann. Wir haben für meine Master Thesis die Albert-Schweitzer-Stiftung als Partner gewinnen können, mit der wir ab heute die Kampagne 1.000 Leben starten.

Über einen kostenlosen E-Mail Kurs wirst du dort über eine Woche mit Rezepten, Einkaufstipps und Hintergrundinformationen, rund um eine pflanzlichere Ernährung versorgt.

Die Kampagne wird vorerst für einen Monat offen sein. Und wir haben uns dazu ein Ziel gesetzt. Wir möchten mit allen Teilnehmer*innen den Konsum tierischer Produkte soweit reduzieren, dass das 1.000 Tieren entspricht, die weniger geschlachtet werden müssen.

Mehr erfährst du auf unserer Kampagnenseite. Lass uns gemeinsam 1.000 Leben retten!

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden, damit wir möglichst viele Menschen mit der Botschaft erreichen!

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10 Comments on “„Ich bin dann mal vegan“ WTF?! – Meine erste Diskussion mit einem Veganer”

  1. Meine Vision: im Einklang mit allen Lebewesen auf Mutter Erde zu sein in Achtung und Respekt, Dankbarkeit, mit Liebe und Frieden im Herzen. Jeder, Menschen und Tieren haben Recht auf ein angenehmes Leben. Deshalb esse ich vegan.

  2. Euren nicht erhobenen Zeigefinger finde ich cool.

    Es ist immer schön zu merken, dass niemand mit der Brechstange arbeiten muss, um etwas verändern zu wollen.

    1. Vielen Dank Iris! Schön, dass dir der Ansatz gefällt. Es gibt ganz verschiedene Zugänge zu dem Thema, ich finde es so aber auch hilfreicher. 🙂

  3. Schön. Heiter, unbeschwert, leicht zu lesen. Nur eben auch leer und nichtssagend. Keine Antwort auf die selbstgestellten Fragen – im Grunde keine Antwort auf nichts. Auch zum Titel nichts. Aus der Drogen- und Suchtberatung kenne ich solche Tagebucheinträge von Ex-Junkies. Klingen immer ein wenig nach Sich-selbst-überzeugen-müssen.
    Die Aussage „Ich wünsche mir ein großes Eis am Stiel.“ wäre genauso banal gewesen, aber wenigstens eine Aussage. Wo ist hier der vielgepriesene Wandel? Wo der Erkenntnisgewinn? Sich gesund zu ernähren und das, was man isst, zu achten und zu beachten, sind doch keine Erkenntnissgewinne – zeigen höchstens ein bisheriges Defizit in der eigenen Verantwortung auf. Zeigen überhebliche Ignoranz.
    Und wie für Veganer und Vegetarier typisch bleibt am Ende nur die unreflektierte Hinwendung zu einem Extrem und die Abkehr von gesunder omnivorer Lebensweise.
    Aber, um der Wahrheit die Ehre zu geben, auch für mich war das ein hilfreicher Beitrag.

    1. Hallo Steffen,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

      Du scheinst aufgebracht gewesen zu sein. Du hättest dir eine Erkenntnis gewünscht schreibst du.

      Möchtest du frei und ohne zu hinterfragen einfach das essen, was du magst, ohne dich dafür rechtfertigen zu müssen?
      Bist du genervt, wenn du liest, dass vegetarische oder vegane Ernährung positiv dargestellt werden?
      Und kannst du mir sagen, was genau dich an dem Ansatz stört, zu reduzieren, um z.B. den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern und dafür eine lebensfähige Zukunft mit zu gestalten?
      Auf welche selbstgestellten Fragen wünschst du dir eine Antwort? Ich geh gerne darauf ein.

      LG,
      Carlos

  4. Hallo Carlos, wow danke für diesen super geschrieben Bericht. Mir hat es sehr viel gegeben, z.B erinnert es mich daran andere nicht zu verurteilen weil Sie Fleisch essen. Bei mir ist es so, dass es mir immer absurder vorkommt wenn andere neben mir Fleisch essen je länger ich selbst es nicht tue. Natürlich kann ich mich daran erinnern wie ich früher hörte da ist jemand vegan und selbst dachte: omg wie kann man komplett ohne Tierische Produkte leben:). Nur scheint es jetzt zu weit weg 🙂 deshalb hat mir dieser Bericht so gut getan. Ich habe wieder mehr Verständnis für Menschen die mir ständig begegnen und sich teilweise gerne darüber lustig machen wie tierlieb ich doch sei. Deine Art damit umzugehen hat mich inspiriert. Ich lass z.B Steffens Kommentar und dachte nichts nettes und dann darunter deine Antwort und da wurde mir klar das es immer mehrere Arten von Reaktionen auf eine Reaktion gibt und man selbst entscheidet ob man mit Wut oder unprovoziert und sachlich an die Sache geht. Also wirklich ich musste bei deiner Antwort lächeln. Hab einen schönen Tag und dieser Bericht ist wirklich nötig für mich gewesen, hat mich inspiriert und mir viel mitgegeben. Wenn ich es mal wieder nötig habe werde ich ihn nochmal lesen, aber jetzt gerade fühle ich Frieden.

    1. Liebe Marina,
      ich danke dir von Herzen für deinen Kommentar. Er hat mich berührt und sehr gefreut. 🙂
      Ich finde es schön, wie reflektiert du auch mit deinen eigenen Erlebnissen umgehst. Wir können Reaktionen und Kommentare anderer nicht immer beeinflussen, sehr wohl aber unseren Umgang damit. Darin übe ich mich auch gerade.

      Im Kern wollen wir alle glücklich sein und das erreichen wir durch Verständnis, Wertschätzung und Mitgefühl. Im Konsum und auch in der Kommunikation. Auf diesen Prozess lass ich mich gerade immer mehr ein und es macht mich wirklich glücklich, dass das bei dir auch so wahrgenommen wurde. Deswegen nochmal vielen lieben Dank für deinen Kommentar. 🙂

      Alles Liebe und Frieden,
      Carlos

  5. Hallo Carlos, toll und spannend geschrieben. Ich wusste lange wirklich nicht, welche Wendung dieser Bericht noch nimmt. Es gibt nicht viele Menschen, die so ehrlich und offen über sich selbst berichten. Glückwunsch! Was hältst Du von Fasten und Raw vegan?

    1. Hallo Martin,
      vielen Dank für deine Rückmeldung.
      Es ist wichtig uns gerade die Bereiche die unseres Konsums anzuschauen, die uns unangenehm sind. Hier haben wir häufig das größte Entwicklungspotential. 🙂 Um uns Offenheit und einen Anfängergeist zu bewahren, ist es sehr hilfreich, sich der eigenen beschränkten Wahrnehmung bewusst zu sein. Gerade im Austausch mit Menschen, die sich das erste Mal mit diesem Thema beschäftigen, rufe ich mir immer ins Bewusstsein, dass ich mich damit auch mal sehr schwer tat. Das schafft Gemeinsamkeiten und ist eine schöne Gesprächsgrundlage. 🙂
      Um ehrlich zu sein habe ich mit Rohkost noch keine all zu große Erfahrung. Nur mein Frühstück ist immer Roh.
      Was Fasten betrifft, schreibe aktuell an meiner Master Thesis und habe mir im Anschluss vorgenommen 5-10 Tage zu fasten. Nach welcher Methode weiß noch nicht sicher, ich werde wenn es soweit ist 1-2 Bücher dazu lesen.
      Wie kommst du dazu? Beschäftigst du dich mit den Themen Raw und fasten?
      Liebe Grüße

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