Anfängergeist: Die geheime Macht des „Ich weiß es nicht“

Anfängergeist

Am Montag war ich das erste Mal in einem Yogakurs.

Vor ein paar Wochen besuchte ich einen Krav-Maga-Kurs. Zum ersten Mal. Selbstverteidigung, mit auf den Boden fallen, andere auf den Boden werfen. Ich war neu. Ich war schlecht. Ich war unsicher. Und ich liebte es.

Ich war mit vollem Anfängergeist dabei.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal getan… und es wirklich genossen?

Bei vielen von uns passiert das viel zu selten. Ist das nicht seltsam?

Nur die wenigsten genießen es wirklich, die „neue Person“ zu sein, etwas zu tun, was sie noch nie getan haben oder allgemein: in einer neuen, ungewohnten Situation zu sein. Hast du schon mal gezögert, eine Frage zu stellen oder etwas Neues auszuprobieren, weil du nicht blöd oder unerfahren rüberkommen wolltest? Mir ging das oft so.

Das Interessante daran ist, dass das früher anders war. Bei jedem von uns.

Kennst du dieses begeisterte und faszinierte Lachen eines Babys, wenn eine Seifenblase an ihm vorbeifliegt? Oder dieses konzentrierte und neugierige Begutachten einer wunderschönen Gänseblume? Diese nicht aufhören wollenden „Warum?“-Fragen von kleinen Kindern, die immer mehr wissen wollen und scheinbar nie genug kriegen?

Kleine Kinder haben diese unglaublich wertvolle Fähigkeit, die einen Namen hat: Anfängergeist.

Sie wissen noch, dass jeder Moment einzigartig ist. Deswegen schenken sie ihm ihre volle, offene und neugierige Aufmerksamkeit.

Dadurch lernen Kinder in jedem Moment dazu und genießen es. In offener Neugier nehmen sie alles wahr, was diese Welt, was jeder kleine Moment, ihnen zu bieten hat.

Nur ist irgendwo zwischen dieser Zeit und dem Jetzt etwas mit uns passiert.

Warum wir Angst davor haben ein Anfänger zu sein

Wenn wir heute in einer neuen, ungewohnten Situation sind, fühlen wir uns oft unwohl. Wenn wir uns mit jemandem unterhalten hören wir nicht einfach nur neugierig zu und fragen interessiert nach.

Wir bewerten sofort was wir hören. Das läuft automatisiert ab. Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind. Wir sehen sie durch unseren eigenen Filter. Wir interpretieren sie und bilden uns unbewusst eine Meinung dazu. Diese Automatismen nehmen uns unsere Entscheidungsfreiheit.

Das hat verschiedene Ursachen.

Schule und Gesellschaft

In der Schule war es immer wichtig Wissen zu haben. Wichtig, die eine, richtige Antwort auswendig wiedergeben zu können. So kommt es, dass wir Nicht-Wissen oft mit negativen Gefühlen verbinden. Die Wettbewerbs- und Konkurrenzmentalität unserer Gesellschaft verstärkt das. Und so kommt es auch, dass wir so viele „Experten“ haben, die immer schon von vornherein wissen, dass sie Recht haben.

Manchmal bin ich so ein „Experte“, aber ich übe mich darin, das los zu lassen.

Und auch du kannst dich vor diesem falschen „Perfektionismus“ wehren!

Routine

Oft tun wir über Jahre die gleichen Dinge und werden relativ gut darin. Die Arbeit kann eine solche sichere Tätigkeit sein, mit der wir einen Großteil unserer Zeit verbringen. Es fühlt sich sicherer und bequemer an, etwas Bekanntes zu tun. Das ist auch OK. Aber was, wenn du einer Arbeit nachgehst, die dir gar nicht wirklich gefällt und nicht bedeutungsvoll für dich, die Gesellschaft und unseren Planeten ist? Wäre es dann nicht besser über Alternativen nachzudenken und den Job zu kündigen?

Am Ende wagst du vielleicht niemals diesen einen Schritt, der zwischen der Routine und einem vollkommen anderen Leben liegt.

Diese Angst neu in etwas zu sein, kann dich so davon abhalten dein wahres Potential zu entfalten. Sie kann dich von den wertvollsten Momenten in deinem Leben fernhalten.

  • Von deinem Seelenverwandten, wenn du nur noch aus Bequemlichkeit an einer Beziehung festhältst
  • Davon eine großartige Vision zu verwirklichen, eine Idee, die die Welt gerade braucht und wofür dein Herz brennt
  • Davon, deine Energie in kleine neue Herausforderungen oder Projekte zu geben, die dieser Welt gerade gut tun
  • Davon neue Menschen, Sichtweisen und Perspektiven oder gar neue kulinarische Glanzpunkte kennen zu lernen

Wie wir wieder gute Anfänger werden

Der Schlüssel ist ein Anfängergeist.

Der Geist eines Anfängers bringt die Aufmerksamkeit in den jetzigen Moment. Jeder Moment ist neu und einzigartig und doch bringen wir so viele Vorstellungen, Meinungen und Wünsche in jeden Moment, dass wir uns meist nicht mehr erlauben etwas zu betrachten, als würden wir es wirklich das erste Mal sehen.

Das Zen-Mönch Shunryu Suzuki bringt das in seinem Buch „Zen-Geist, Anfänger-Geist“ gut auf den Punkt:

„In einem Anfängergeist existieren unzählige Möglichkeiten, im Geist eines Experten nur wenige.“ – Shunryu Suzuki

Es ist eine Art Disziplin, sich darun zu üben den Anfängergeist in jeden Aspekt unseres Lebens zu bringen und nicht in unseren Vorstellungen und Meinungen festzustecken.

Warum das so wichtig ist?

7 Vorteile wieder ein Anfänger zu sein

Es ist ok, nicht überall der Beste zu sein und nicht alles zu wissen. Tatsächlich bringt das sogar einige mächtige Vorteile mit sich.

1. Anfänger müssen nichts beweisen

Anzunehmen, dass du in vielem ein Anfänger bist, nimmt dir die Last immer „richtig“ liegen zu müssen. Du kannst sehr viel entspannter sagen was du denkst, weil du weißt, dass es nicht darum geht in jedem Moment Recht zu haben oder dich zu beweisen. Es geht darum dazuzulernen. Das macht dich offener für Feedback und sogar für Kritik. Du bist nicht im Verteidigungs- sondern im Wachstumsmodus.

2. Anfänger haben mehr Verständnis für andere Anfänger

Wir neigen häufig dazu Menschen schnell zu verurteilen. Insbesondere wenn sie von einem Thema, das uns selbst sehr am Herzen liegt, keine Ahnung haben. Noch mehr, wenn sie unserem Herzensthema kein Verständnis oder nur Verachtung entgegenbringen.

Wenn du aber selbst den Wert eines Anfängergeistes erkannt hast, bist du sehr viel eher dazu geneigt auch anderen Anfängern verständnisvoller und einfühlsamer zu begegnen. Weil du dich daran erinnerst, dass auch du mal angefangen bist, keine Ahnung und vielleicht sogar Skepsis und Abwehr hattest.

3. Anfänger lernen schneller dazu

Jedem Moment offen und neugierig zu begegnen ist DIE Antriebskraft um dazuzulernen.

Neues kann nur durch nicht-Wissen entstehen. Im Buddhismus sagt man auch:

„Ein volles Glas kann man nicht füllen.“

4. Anfänger haben die Freiheit Neues zu entdecken

Die Freiheit zu haben neue Dinge auszuprobieren,  und die Richtung in die du gehst anzupassen, je mehr dazulernst, kann das Leben nur bereichern.

Es ist das Gegenteil einer auf falschen Perfektionismus aufgebauten Gesellschaft.

Menschen mit einem Anfängergeist genießen diesen Prozess des Anfangens, Ausprobierens, Scheiterns, des Entdeckens und Dazulernens, des Anpassens und des Weitergehens. Ein Anfängergeist holt dich so ganz selbstverständlich aus deiner Komfortzone. Tatsächlich ist das die Grundvoraussetzung um bedeutungsvolle Erfolge zu haben in dem, was du tust. Dadurch wächst du persönlich und änderst deine Glaubenssätze.

5. Anfänger Scheitern und sind dadurch erfolgreicher

Scheitern gehört dazu, häufig eine ganze Menge davon. Davon reden nur die wenigsten gern. Wir träumen lieber von Erfolgen und fangen auf Grund der Möglichkeiten zu scheitern, die wir sehen, mit vielem niemals an. Aber auch das Gehen konnten wir nur lernen, indem wir oft hingefallen sind.

Wenn wir wirklich erfolgreiche Menschen fragen,  haben sie oft spektakuläre Geschichten davon, wie oft sie gescheitert sind, um dahinzukommen wo sie sind. Mit einem Anfängergeist gibt es in jedem Moment viele neue Möglichkeiten.

„Scheitern ist nicht das Gegenteil von Erfolg, es ist ein Teil davon.“ – Unbekannt

6. Die Erwartungen an Anfänger sind niedriger

Die meisten von uns sind geduldiger und sogar hilfsbereiter im Umgang mit Anfängern. Wir verstehen nämlich, dass es Mut verlangt, mit etwas Neuem anzufangen und selbst wachsen zu wollen. Das führt dazu, dass wir oft großzügiger mit Lob und Unterstützung sind, als wir es Menschen gegenüber wären, die sich als erfahrener ausgeben.

7. Der Anfängergeist ist aufbauend und bestärkend

Manchmal können wir uns nicht selbst aussuchen ein Anfänger zu sein.

Ich bin zum Beispiel in den letzten fünf Jahren viermal umgezogen. Das waren jedesmal kleine Neuanfänge. Es gibt ganz verschiedene äußere Bedingungen, die dazu führen können, dass wir gezwungen sind neu anzufangen:

  • Der Jobverlust
  • Ausbildung/Studium abgeschlossen zu haben
  • Eltern zu werden
  • Das Aus in einer Beziehung
  • In eine Stadt oder sogar ein neues Land zu ziehen

In einigen Fällen ist unsere natürliche Reaktion dann, dass wir uns davor sperren das Vergangene loszulassen. Manchmal haben wir aber einfach keine andere Wahl, als weiterzumachen.

In solchen Zeiten die Fähigkeit zu haben, die neuen Umstände mit einem Anfängergeist betrachten, kann sehr mächtig und heilend wirken.

 „Ich sah es damals nicht, aber es stellte sich heraus, dass von Apple gefeuert zu werden das Beste war, was mir je hätte passieren können. Der Druck des Erfolges war von der Leichtigkeit, wieder ein Anfänger zu sein, komplett ersetzt worden, und das in allen Dingen. Es befreite mich, um eine der kreativsten Phasen in meinem Leben betreten zu können.“ – Steve Jobs

8. Anfänger können bessere Gespräche führen

Stell dir vor du könntest in jedem Gespräch einfach vollkommen präsent sein und offen und neugierig mit dem Thema über das ihr gerade sprecht umgehen.

Mit einem Anfängergeist üben wir uns darin, den Moment ohne zu bewerten wahrzunehmen. Darin,  Gespräche mit einer offenen und neugierigen Haltung zu führen, in dem Bewusstsein, dass wir immer etwas dazulernen können, inhaltlich, über unser Gegenüber oder auch über unsere eigene Art zur und zu kommunizieren.

Wenn anderen Menschen mit einem Anfängergeist begegnest, wenn du offen und interessiert im Gespräch bist ohne sie unbewusst abzustempeln und in eine Schublade zu stecken, werden sie sich gesehen und wertgeschätzt fühlen. Du wirst das bemerken.

Wenn es nicht dein Hauptziel ist, deine eigene Meinung durchzubringen, eröffnet sich dir ein Fenster, in die Welt deines Gegenübers. Das verbindet. Das führt zu Verständnis und Wertschätzung.

„Wenn du sprichst, wiederholst du nur, was du eh schon weißt; wenn du aber zuhörst, kannst du unter Umständen etwas Neues lernen.“ – Dalai Lama

9. Ein Anfängergeist gibt dir die Chance, deine Bestimmung zu finden.

Das Gefühl immer Wissen zu müssen und gut in allem sein zu müssen, hindert uns daran etwas Neues auszuprobieren.  Es schraubt die Hürde zu einer neuen Tätigkeit sehr hoch, weil wir denken, erst perfekt vorbereitet sein zu müssen, bevor wir starten können. Ich habe so oft das Starten bestimmter Projekte aufgeschoben, weil ich sie noch nicht gut genug fand. Weil ich dachte, ich bin noch nicht gut genug, weil ich noch weiter daran feilen wollte.

Dabei geht es vor allen Dingen ums Starten. Besser wird man im Prozess automatisch.

Ein Anfänger genießt auch diesen Zustand des Nicht-Wissens, und weiß, dass er mit jeder Erfahrung dazulernt. So kommt er schneller ins Handeln und probiert auf natürliche Weise immer wieder Neues aus.

„Um ein kreatives Leben zu führen, müssen wir die Angst ablegen etwas falsch zu machen“ – Joseph Chilton Pearce

 

Sei ein Anfänger mit Herz und mit Superkräften

An der Universität in Georgetown gibt Dr. Neil Stroul Weiterbildungsseminare für Coaches.

Dazu wendet er eine simple und effektive Methode an, um den Anfängergeist zu wecken. Sie hilft den Kursteilnehmer*innen sich aus ihrem „Expertenmodus“ zu lösen, eine offene Haltung anzunehmen und sich gleichzeitig auf ihre eigentlichen Stärken und ihr Potential zu besinnen.

In der ersten Stunde lässt er sie auf die eine Seite eines Blattes schreiben „Ich bin ein großartiger Coach“. Leicht verwirrt beginnen alle in der Klasse zu schreiben. Dann bittet er sie auf die andere Seite des Blattes zu schreiben „Ich bin ein Anfänger im Coaching-Bereich“. Hierbei lachen in der Regel alle. Aber sie verstehen es.

Diese Übung ist eine Erinnerung an sie selbst – daran, dass sie großartig sind und zugleich Anfänger.

Das klingt simpel, ist aber unglaublich mächtig. Gleichzeitig schafft es direkt eine entspannte Lernatmosphäre, weil die Freiheit herrscht, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und gleichzeitig ein Anfänger zu sein.

Besinne dich auf deine eigenen Stärken

Du hast Stärken, die dir niemand nehmen kann. Und das ist großartig!

Vielleicht bist du sehr gut im Umgang mit Menschen, vielleicht kannst du sehr lange konzentriert an einer Sache arbeiten. Vielleicht bist du sehr gut darin, schnell einen Überblick über neue Situationen zu bekommen, vielleicht bist du jemand der einen guten Blick für Details hat, die andere übersehen.

Was auch immer deine Stärken sind. Du hast bestimmte Fähigkeiten, deine Superkräfte, immer bei dir. Und du kannst sie anwenden, wenn du vor neuen Situationen und Herausforderungen stehst.

Ein Anfänger zu sein bedeutet nicht, deine Stärken zu vergessen, sondern zu lernen sie in immer neuen Gebieten neu anzuwenden.

Die Welt braucht mehr Anfänger.

Wir brauchen mehr Menschen, die sich mit der Offenheit und Neugier eines Kindes den Herausforderungen unserer Zeit annehmen. Denn so viele der alten Antworten und Lösungen greifen nicht mehr für aktuelle Herausforderungen.

Wir brauchen mehr Menschen, die sich selbst, anderen Menschen und Lebewesen und jedem Moment mit einem Anfängergeist begegnen.

Denn gerade wenn wir uns mit bewussteren und nachhaltigeren Lebensstilen beschäftigen, kann es nicht darum gehen direkt alles richtig zu machen. Vielmehr ist das ein Prozess des sich bewusst Werdens und in kleinen Schritten Dazulernens, wie Yasemin es in unserem Interview sehr schön beschrieben hat.

Auch du solltest ein Anfänger sein

Und ich auch. 🙂

Jeder große Experte, jede Vision, jede große Bewegung, alles hat irgendwann mal klein angefangen. Und ein Start ist selten glamourös. Ich kann mich noch an die Facebook Fanpage von SpiegelDich erinnern. Am Anfang haben nur ein paar Freunde, die wir eingeladen hatten, die Seite geliked. Unsere Posts waren nicht besonders gut und dementsprechend wollte sie keiner lesen.

Wir sind diesen ersten kleinen, wackeligen Schritt gegangen. Und der zweite kleine Schritt war schon etwas leichter und sicherer. Und heute erreicht Paul mit den Postings auf Facebook unglaublich viele Menschen jede Woche…

Es mag komfortabel sein, sich sicher und selbstbewusst in den Bereichen zu bewegen, in denen wir uns als Experten wahrnehmen, im Beruf, im Alltag. Umso viel mehr Schönheit und Freiheit können wir entdecken, wenn wir den Mut haben uns selbst zu öffnen und wieder Anfänger zu werden. Erst dann nehmen wir die unendlichen Möglichkeiten wahr, die diese Welt für uns zu bieten hat.

Dein Anfängergeist zum sofort umsetzen

Der Anfängergeist bedeutet nichts anderes, als die Fähigkeit zu kultivieren, jedem Moment offen und neugierig zu begegnen, gepaart mit der Bereitschaft seine eigenen vorgefertigten Vorurteile zu überschreiben. Egal, wie gebildet oder erfahren du sein magst. Genauso, wie ein Anfänger es jeder Zeit tun würde.

  1. Jeder Moment ist einzigartig. Übe dich darin, ihn unvoreingenommen, mit der Neugier und Offenheit eines Kindes wahrzunehmen
  2. Sei ein Anfänger bei deiner nächsten Tätigkeit. Sei ein Anfänger bei der nächsten Sache, die du sowieso tun musst. Ob Hausaufgaben, Blumengießen, Geschirrspülen oder zu Bett gehen, tue es ganz präsent – mit all deiner Offenheit und Neugier. Tue es freudig.
  3. Probiere etwas Neues aus. – Und genieße es ein Anfänger zu sein, nicht zu wissen und mit jedem kleinen Schritt etwas Neues dazuzulernen. Es kann etwas Kleines in deiner Nähe sein, z.B. das Ausprobieren eines neuen Sports, eines Reparaturcafés oder eines veganen Restaurants.
  4. Besinne dich auf deine Stärken. – Worin bist du wirklich gut? Und woran liegt das, also welche deiner Stärken ermöglichen es dir, gut darin zu sein? Was tust du wirklich gerne? Deine Stärken können dir auch in neuen Situationen, in denen du ein Anfänger bist weiterhelfen. Du hast sie immer dabei – es sind deine Superkräfte

Was mich jetzt wirklich interessieren würde ist:  Wo nimmst du dir vor, von nun an mit Freude ein Anfänger zu sein? Schreib es uns in die Kommentare, weil das eine erste kleine positive Selbstverpflichtung für dich schafft, das auch wirklich durchzuziehen.

Bitte nimm dir 3 Sekunden Zeit um diesen Artikel zu teilen. Die Welt braucht mehr Anfänger!

7 Comments on “Anfängergeist: Die geheime Macht des „Ich weiß es nicht“”

  1. Hallo!!
    Zuerst,herzlichen dank,für diese aufrüttelnden gedanken!!
    Gleich heute werde ich mich diesem thema,anfängergeist widmen…..ich stehe vor einer großen herausforderung….seit anfang juni erst,bin ich eine beziehung mit einem mann eingegangen der noch jüngere kinder hat,9,14 jahre,er selber ist 52.ich war 25 jahre allein erziehend u meine kinder befinden sich nun im erwachsenenalter.d.h. das kinderthema hätte ich für mich als abgekakt gedacht….im grunde will ich darauf keine rücksicht mehr nehmen.naja,falsch gedacht,denn nun hab ich den salat…..ich merke,wie mich dieses kinderthema tangiert….ich erinnere mich allerdings auch,an expartner,in der zeit,als meine kinder noch klein waren….wie vehement ich von ihnen Verständnis eingefordert habe….und genau jetzt wird mir der spiegel hingehalten……anfängergeist ist wohl auch hier gefragt!
    Herzlichst….Irene

    1. Liebe Irene,
      vielen Dank dafür, dass du diese persönliche Situation so offen mit uns teilst. Von dem was du schreibst, klingt es für mich so, als wenn du damit schon sehr reflektiert umgehst. Es ist sehr wertvoll, sich in die Situation des anderen, in dem Falle die deines Partners, hineinversetzen zu können. Es freut mich sehr, wenn dich der Anfängergeist dabei etwas unterstützen kann.
      Alles Liebe,
      Carlos

  2. Ich werde wieder Anfängerin im Kindsein, damit ich lerne die Bedürfnisse meines 1-jährigen Sohnes besser zu verstehen. Ich möchte die Welt wieder mit Kinderaugen sehen. Abenteuer erleben 😉😁
    Grüße Jenny

    1. Liebe Jenny, das hört sich sehr spannend an. In dieser Hinsicht können wir viel von Kindern lernen. 🙂
      Liebe Grüße
      Carlos

  3. Vom Herzen

    Jetzt hab‘ ich doch mein Herz verlor’n an Dich und hab‘ deshalb kein Herz nicht mehr für mich.
    Ach würdest Du mir Deines geben, dann müsst‘ ich nicht mehr ohne leben.
    Doch dann mein Schatz und das ist was Gemeines, hat keiner von uns Beiden seines.
    Es ist schon eine Plag‘ mit diesen Herzen, ich könnt‘ ja noch das meinige verschmerzen.
    Doch lieb‘ ich Dich so sehr, Du musst versteh’n, dass ich es nicht schaff‘,
    Dich ohne Deins zu seh’n.
    Hätt‘ jeder von uns Zwei der Herzen zwei, dann wär’n wir für die große Liebe frei.
    Doch wie’s so aussieht sollte man bedenken, das eine Herz auf einmal zu verschenken.
    Am Ende wär’n wir Beide ziemlich herzlos und dann mein Schatz,
    dann geht der große Schmerz los.
    Jetzt hab ich doch mein Herz verlor’n, an Dich und hab‘ deshalb kein Herz nicht mehr für mich.
    Und dann, wer weiß, wenn Du mir Deines gibst, wie sehr du mich mit meinem liebst.
    Am Besten lassen wir es doch beim alten, jeder soll sein Herz für sich behalten.

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