8 Gründe, warum man seinen Job kündigen sollte

Job kündigen

Du quälst dich jeden morgen aus dem Bett für einen Job den du hasst, nur um am Abend wieder deprimiert ins Bett zu gehen?  Ist das die Inhaltsangabe deines jetzigen Lebens? Dann bist du hier goldrichtig. Ich nenne dir 8 ganz plausible Gründe, warum du deinen Job kündigen solltest.

Grund Nr.1: Du hast keine Zeit für deine Familie und Freunde

Dein Job vereinnahmt dich dermaßen, dass du für die wichtigsten Menschen in deinem Leben keine Zeit findest? Du solltest wissen, dass deine Liebsten kein Eintrag in einem Terminkalender sind. Sie sollten auch kein kurzes Intermezzo während der Kaffeepause sein. Deine Familie/Freunde sind deine Kraftquelle. Ohne sie hast du langfristig sowieso verloren. Wenn du ständig Überstunden machen musst, dein Chef dich öfters in deiner Freizeit terrorisiert und keinerlei Einsicht hat, dass das so nicht geht, wird es Zeit sich vom Job zu verabschieden. Schließlich willst du doch nicht, dass auf deinem Grabstein später steht:

„Der beste Mensch auf dieser Welt,
hatte Kinder, wunderbar,
er schickte ihnen immer Geld
doch er war niemals für sie da.“

Grund Nr.2: Du arbeitest für etwas was dir nicht wichtig ist

Du arbeitest hart, erledigst deine Aufgaben pünktlich, machst insgesamt einen guten Job. Aber der Sinn dahinter fehlt. Es fühlt sich so an, als wärst du Mitarbeiter in einer Atombombenfabrik, obwohl du im Herzen Friedensstifter bist. Immer diese Fragen: Warum tue ich das?  Für wen mach ich das eigentlich? Warum investiere ich so viel Zeit, Schweiß und Tränen dafür? Mein guter Rat an dich: Wenn du keinen Sinn in deinen Tätigkeiten siehst und sich auch keine Alternative und sinnreichere Aufgabenbereiche anpreisen, dann musst du loslassen. Es bringt nichts für Produkte oder Dienstleistungen deines Unternehmens zu lächeln, wenn du im Innern traurig bist. Man wird es dir anmerken. Wenn du deinen Job kündigst wird dir deine Psyche danken und auch dein Unternehmen.

Grund Nr.3 Du lebst nur noch fürs Wochenende

Es ist gerade erst wieder Montag und du googelst bereits nach „Partys am Wochenende“. Typisch für die „Thank God it’s Friday“-Generation. Als wäre es selbstverständlich, dass man in der Woche leidet und am Wochenende im Alkoholrausch für einen kurzen Moment dieser Realität entkommt. Machen wir doch mal eine Metapher daraus: Was würdest du tun, wenn dein Akku vom Smartphone nach nur 2 Stunden immer wieder leer ist? Dir höchstwahrscheinlich ein neues holen. Dein Job sollte nicht dein Energiefresser sein, sondern die Steckdose, die dich wieder auflädt. Damit du dich zu den Menschen zählen kannst, die sich am Freitag freuen, dass bald wieder Montag ist. Ein paar Tipps um herauszufinden wo deine Steckdose sich befindet, werde ich dir im 2 Teil vorstellen.

Grund Nr.4 Du hast das Gefühl, eine pure Arbeitsmaschine zu sein.

Dein Chef erwartet von dir, dass du wie auf Knopfdruck funktionierst. Du sollst viel arbeiten und Top-Ergebnisse liefern. Am besten Nonstop wie am Fließband. Gefühle wie Stress, Angst oder Verzweiflung solltest du erst gar nicht entwickeln, sonst wirst du ruck, zuck ersetzt. Dabei bist du ein Mensch und keine Maschine. Niemand hat das Recht dich so zu behandeln! Gehe in dich und frag dich: Für was arbeite ich eigentlich? Für meinen oder den Lebenserhalt meiner Familie, oder um mir/meiner Familie Dinge kaufen zu können, die ich/wir sowieso nicht brauche(n)? Versuche deine Arbeitszeit nur auf das nötigste zu reduzieren. Vielleicht kommt eine Teilzeitarbeit in Frage? Du hast ein kostbares Leben geschenkt bekommen und das solltest du nicht in den Fleischwolf deiner Firma drücken, um anschließend wie Hackfleisch wieder rauszukommen, das sich in die Couch quetscht . Merke dir: glückliche Menschen bleiben im Geiste jung, traurige vergreisen frühzeitig.

Grund Nr.5 Du kannst dich nicht weiterentwickeln.

Jede Arbeit erledigst du mittlerweile vollkommen unbewusst. Es ist wie Autofahren, du denkst überhaupt nicht mehr darüber nach. Diese Routine ist stressfrei, aber wenn du ehrlich bist auch todlangweilig. Was würdest du tun für ein kleines Abenteuer, eine Herausforderung die dich wieder begeistert, womöglich wie am ersten Arbeitstag. Du willst wachsen, du willst was dazu lernen, aber es gibt einfach nichts woraus du etwas schöpfen kannst. Weder Kreativität, noch Innovation ist gefragt. Nur ein Sumpf scheint zu existieren, der dich immer weiter runter zieht.

Jeder sollte viel mehr sein als ein Zahnrad im Motor, der immer nur die selbe Aufgabe macht. Wenn du nicht die Möglichkeit hast dich bei deiner Firma weiterzuentwickeln, deine Kreativität zu beweisen und neue Wege zu gehen, dann solltest du in Betracht ziehen, einer anderen Arbeit nachzugehen, oder zumindest den Arbeitgeber zu wechseln. Auf Dauer wirst du auch hier nicht glücklich sein.

Grund Nr.6 Du machst den Job nur, weil du irgendwie reingeraten bist.

Dein Job ist der Wunsch von jemand anderem. Deiner Mutter, deines Vaters, deiner Großeltern, deiner Freundin, der Eltern deiner Freundin usw. Vielleicht ist deine Berufswahl auch das Resultat des schlechten Bildungssystems, welches wir hier in Deutschland genießen. Den einzigen Job, den man dort vorgelebt bekommt, ist der Job eines Lehrers. Es fehlen Einblicke in die Vielfalt anderer Arbeitsbereiche. Ein Schulpraktikum in der 9 Klasse ist das einzige was man an Vorbereitung bekommt. Deswegen hast du dich von den Medien oder dem Mainstream leiten lassen. Frei nach dem Motto: „Ich mache das, was alle machen.“ Kein Wunder, dass du unzufrieden bist, denn du hast keine Minute damit verbracht, tief in dich hineinzuhorchen und dich selbst zu fragen, was deine Leidenschaft ist. Keiner kann dir das in unserer heutigen Zeit übel nehmen. Vielleicht wird es endlich Zeit ein Stethoskop zu nehmen und zu lauschen, welche Betätigung dein Herz höher schlagen lässt.

Grund Nr.7 Du machst es nur wegen des Geldes

Ehrlich? Was erhoffst du dir davon? Dich glücklich zu kaufen? Wenn Geld das einzige Argument ist, weshalb du deinen Job gewählt hast, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Dosis an Dopamin dir nicht mehr ausreicht. Dein Gehalt steigt nun mal nicht so schnell, wie dein Verlangen nach mehr Geld. Irgendwann mutiert dein Gehalt zum Schmerzensgeld, die du für deine körperliche oder psychische Belastung erhälst. Lass es nicht dazu kommen.

Grund Nr.8 Du sprichst nach deiner Arbeit nur noch über deine Arbeit.

Die meisten Menschen kommen von der Arbeit nach Hause und genießen die Freizeit. Du hingegen suchst ein Gespräch mit dem du dich von deinem inneren Ballast befreist. Deine Familienmitglieder oder Freunde/Innen haben es schon satt sich ständig dein Leideslied mit anhören zu müssen. Du beschwerst dich über deinen Chef, über deine Mitarbeiter, über das Unternehmen im Allgemeinen. Weißt du, Arbeit verändert einen nicht nur körperlich. Man stelle sich die groben Hände eines Baustellenarbeiters vor, oder den krümmen Rücken eines/r Büroangestellten. Nein, auch deine Seele nimmt irgendwann eine solche Form an, wenn du einen Job hast der dich nicht glücklich macht. Warum sollte man die Zeit hinauszögern, bis dein Inneres so aussieht, wie das Gesicht eines Boxers, der ständig verliert? Denk daran, es ist weit schwieriger seine Seele reparieren zu lassen, als die Nase vom Doc zu richten.

Fazit:“Job kündigen, aber nicht so hastig.“

Sicherlich sollte man nicht überstürzt handeln und von heute auf morgen plötzlich kündigen. Das Bedarf Zeit und einer Vorbereitung. Auch ich habe mir Zeit gelassen, bevor ich mein Studium komplett abgebrochen habe. Das wichtigste ist die Zeichen zu erkennen, die dich unglücklich machen. Wenn definitiv einige der Punkte auf dich zutreffen, könntest du zum Beispiel den freien Abend damit verbringen dir zu überlegen, welche Alternativen in Frage kämen. Du könntest dir Gedanken über deine Leidenschaft machen. Hilfreiche Fragen können sein:

„Gab es etwas, was mich selbst als Kind schon fasziniert hat? Habe ich ein Hobby das ich zum Beruf machen könnte? Wie viel Zeit und Geld würde ich für eine Umschulung benötigen?“

Doch all die Fragen sollten einen keineswegs davor abschrecken auch irgendwann zu handeln. Denn wie Konfuzius schon sagte:

„Wähle einen Beruf den Du liebst und Du brauchst
keinen Tag in Deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Um dir dabei zu helfen einen passenden Beruf zu finden, will ich dir im zweiten Teil meine Ausstiegsgeschichte vorstellen und einen Schritteplan zeigen, der mir dabei geholfen hat meinen eigenen Weg zu finden. Außerdem werde ich dir eine kleine Orientierung geben, welche Berufe eher dazu geeignet sind sich wirklich und langfristig glücklich zu fühlen. Bis dahin sei wachsam und hör auf dein Herz :).

7 Comments on “8 Gründe, warum man seinen Job kündigen sollte”

  1. Einfach genial viele sagen immer ja das leben ist kein Wunschkonzert man muss es machen wird gesagt aber das kommt immer von Menschen die so zwischen 30-45 sind sie sind meistens eingefahren in das system, ich als junge Generation denke da schon anders und offerner, momentan Kellner ich und ich merke auch die schlecht es ist das es mich nicht zufrieden macht auch wenn ich mir Dinge von dem Geld kaufe, das gute ist im September fange ich meine Ausbildung als Schreiner an, ind im Praktikum habe ich schon gemerkt wie gut es dort ist mit den Mitarbeitern und dem chef es war eine ganz andere Atmosphäre und ich konnte auch offen sein das ist mein ding das spüre ich im inneren. Ich hoffe eurer Beitrag bringt die Leute dazu ihre Augen zu offenen das man nicht was machen muss nur weil es anders nicht geht

  2. Lieber Tyler Durden,

    ich bin gespannt auf deine Geschichte. Die lese ich am liebsten, das bleibt länger im Kopf und im Herzen als Ratschläge und hat bei mir im ganzen Leben immer viel tiefgreifendere Änderungen angestoßen. Vorbilder sind lebendig, in meinem Kopf! Das kann keine Du-Botschaft.

    Noch toller könntest du für mich sein, wenn du deinen echten Namen verwendest. Das wäre die Botschaft: „Ich brauche mich nicht zu verstecken, wenn ich mein eigenes Ding drehen will. Es ist gut, mein eigenes Leben zu leben. Ich bin gut, so wie ich bin.“

    Alles Liebe
    Manuel (der bei Move Meta versucht, möglichst immer nur von sich zu schreiben)

    1. Lieber Manuel,
      danke für dein Meinung. Wie ich dir schon geschrieben habe, beginnen wir langsam uns auch als Personen „sichtbar“ zu machen. Das geschieht in unserem eigenen Tempo. Bald wird es z. B. einen „Über uns“-Bereich geben.
      Wenn es thematisch passt und es einen Mehrwert für unsere Leser*innen gibt, werden wir natürlich auch persönliche Geschichten in unsere Artikel einbinden.
      Alles Liebe
      Carlos

  3. Bin auch schon gespannt auf den zweiten Teil! Stecke gerade selber in der Situation, dass ich die Gelegenheit habe, mein Leben umzukrempeln….aber trotz intensiven Nachdenkens, hab ich immer noch nicht wirklich das Gespür dafür, was ich wirklich will. Vielleicht bringt mich dein Schrittplan ja weiter 🙂

    LG Mone

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